Rhythmus


Der Rhythmus ist der Anfang aller Dinge. Der Mensch musste den Rhythmus nicht erfinden. Jeder Mensch trägt einen Ur-Sinn dafür in sich. Am Anfang nimmt er ununterbrochen das laute Pulsieren des Herzschlags seiner Mutter wahr. Später gibt es den Rhythmus von Einatmen und Ausatmen, Tag und Nacht, der Jahreszeiten, die Zyklen der Gestirne. Ohne Rhythmus ist Leben unmöglich. Es überrascht also nicht, dass praktisch alle Völker der Welt dem Rhythmus auch in ihren Ausdrucksformen Geltung verschafften und verschaffen. Die sakrale Bedeutung der Trommel kommt keinem anderen Instrument zu. Trommeln wurden und werden benutzt, um mit den Göttern in Verbindung zu treten. Zauberer heilen mit dem Rhythmus, Hochzeiten werden mit ihm gefeiert und Krieger ziehen mit ihm in die Schlacht.

Am unmittelbarsten erleben wir die Kraft des Rhythmus in der Musik. Seine fundamentale Bedeutung für ihre Wirkung ist offensichtlich. Er peitscht uns auf oder schläfert uns ein, kann uns glücklich machen oder aggressiv.
Überall - in Natur ebenso wie in Kultur - geht es dabei um das eine: die Ordnung des Chaos, das Zusammenspiel der Vielen. Wir brauchen den Rhythmus: Er schafft die Einheit aller Beteiligten. Rhythmus ist der Gleichmacher, der Puls der Welt. Wenn also Leben Rhythmus ist und der Rhythmus so universell – gibt es dann irgendwo einen gemeinsamen Nenner aller Rhythmen?
Eine Weltreise auf den Spuren des Rhythmus an die Wurzeln des Lebens.





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