New York erfindet sich neu

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Länge: 52 min


Gibt es eine Welthauptstadt der zeitgenössischen Moderne? Vielleicht nicht; wenn man sich aber auf die Suche machte, dann müsste man im heutigen New York beginnen.

New York, die Stadt + die Kunst, das ist die Beschreibung von den wichtigsten Orten und Konzepten, wo und wodurch die Kunst erfahrbar wird. Da sind die neuen großen Museen und Museumsprojekte der Stadt und die dahinterstehenden Konzepte. Es sind die Stadtteile, die diese Museen und Galerien gewählt haben.
Diese Dokumentation folgt einer Art strategischer Eroberung der Stadt durch die großen neuen „Tempel“ der Kunst.
Diese Eroberung geht wie alle Offensiven von er Zitadelle aus, vom „Königspalst“. Das ist unangefochten das MoMA in der 53. Straße in Manhattan. Seit seiner Erweiterung unbestritten die Nummer 1 in der Welt der zeitgenössischen Kunst.
Die „Eroberung“ geht weiter, südlich, bis zur 57. Straße und biegt ab nach Westen in Richtung Hudson und den alten West Side Piers, genannt „Hell´s Kitchen. Einst noch das Zentrum der irischen Einwanderer, später, nach dem Niedergang der Piers, dann beherrscht von der italienischen Mafia. Ein Viertel mit Industriebrachen, Arbeiterwohnblocks und ehemals verrufenen No Go Areas, auf die sich die Eroberung der Stadt durch die Kunst konzentriert.

Entlang des Hudson weiter Richtung Süden geht es in den Meatpacking District, die einstigen Fleischhöfe von New York. Gegenüber der dem Eingang zur „High Line“ hat der Neubau des Whitney Museum of Art eröffnet. Und gleich in der Nachbarschaft wird mit „The Shed“ eine Art riesige „Garage“ (eine modular variierbare Halle) für Kunstausstellungen, Events und Konzerte geplant.
Umkreist man dann die Südspitze von Manhattan und wendet sich an der Bowery nach Norden, erreicht man den spektakulären Neubau der New Gallery, ein transparent sich türmender Kubus inmitten von Industrielofts und Arbeiterwohnblocks. Nur 2 Straßenzüge von hier, erneut nach Süden, kreuzt die Delancey Street. Auf ihr in Richtung Osten über die Williamsburg Bridge und den East River erreicht man Brooklyn und das aktuelle Künstlerviertel von New York.
Diese Dokumentation stellt die großen neuen Kunst - “Tempel“ von New York vor. Die Orte, ihre Macher, die Konzepte. Die Innenansicht dieser neuen „Forts“ der Kunst. Zugleich ist diese Dokumentation auch eine visuelle Begehung von New York. Alle Bilder folgen den Wellen eines Flusses, der von dem Zentrum Manhattans nach und nach die Industriebrachen und Arbeiter- und Migrantenviertel der Stadt erobert und verändert hat. So wie dies einst das Centre Pompidou mit Paris vormachte.





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